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Wasser als Lebensgrundlage

Süßwasser ist global ein knappes Gut

Ohne Wasser wäre das Leben auf der Erde nicht möglich. Jede Pflanze und jedes Tier braucht Wasser – selbst das trickreichste Wüstentier. Von den Wasservorkommen der Erde entfallen 96,5 Prozent auf Salzwasser der Weltmeere und nur 3,5 Prozent liegen als Süßwasser vor. Das größte Volumen an Süßwasser ist in Form von Eis gebunden und somit für den Menschen kaum nutzbar. Da ist es einfacher Grundwasser anzuzapfen und auch Niederschlagswasser, Oberflächenwasser in Flüssen, Seen, Talsperren oder Quellwasser aufzubereiten.

In Nordeuropa gibt es Süßwasser im Überfluss. Denn Grundwasser entsteht unter anderem durch die Versickerung von Regenwasser. Beim Passieren der Bodenschichten wird das Regenwasser gefiltert und gereinigt, bis es sich schließlich auf einer wasserundurchlässigen Schicht sammelt. Für den Trinkwassergebrauch ist allerdings in der Regel eine weitere Aufbereitung notwendig.

 

Wassertropfen auf Pflanzenblatt
Wasser ist ein lebenswichtiges Gut, das es zu schützen gilt. Foto: www.pixelio.de


Im Norden die Qualität des Trinkwassers sichern

Die Hauptgefahrenquelle für die Qualität des Grundwassers stellt die Landwirtschaft dar: Die auf Felder ausgebrachten und zum Teil giftigen Schädlingsbekämpfungs- und Düngemittel werden durch Niederschläge ausgewaschen, versickern, reichern sich in den Bodenschichten an und gelangen so in das Grundwasser. Das macht die Aufbereitung kompliziert und teuer.
Flüsse oder Seen werden neben den Nährstoffeinträgen aus der Landwirtschaft durch Abwässer aus Industrie oder Haushalten belastet: Zu viele Nährstoffe können zur Massenvermehrung von Algen führen, Schwermetalle haben eine direkte Auswirkung auf die Nahrungskette, da die belasteten Pflanzen und Tieren früher oder später auf dem Teller landen. Nicht zuletzt greifen Schädlingsbekämpfungsmittel aus der Landwirtschaft auch die Flora und Fauna in Gewässern an.

In den Haushalten der Industrieländer wird der größte Anteil des Trinkwassers durch die Toilettenspülung, das Baden, Duschen und Wäsche waschen verbraucht. Der durchschnittliche Wasserverbrauch beträgt pro Einwohner und Tag in Deutschland rund 126 Liter. Durch technische Maßnahmen und Verhaltensänderungen jedes einzelnen Nutzers kann Wasser gespart werden. Es lohnt sich - allein wegen der Trinkwasseraufbereitungskosten und der immer wieder drohenden Absenkung des Grundwasserspiegels im Sommer.

 

Ein Fluss
Gewässer sind wertvolle Ökosysteme und beherbergen zahlreiche Pflanzen und Tiere. Foto: www.pixelio.de


Der Süden kämpft um jeden Tropfen

In den Ländern des Südens sieht die Situation ganz anders aus. Wasser ist dort Mangelware und bedeutet ausbleibende Ernteerträge oder die Versteppung von Weidelandschaften. Speziell in regenarmen Gebieten und Megastädten der Dritten Welt ergibt sich aus Wassermangel im ersten Schritt Wasserverschmutzung und damit gesundheitliche Probleme. Die Menschen haben häufig keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und trinken, was sie kriegen können: Wasser, mit dem hierzulande nicht einmal eine Toilette betrieben würde. Deshalb sterben jährlich fünf Millionen Menschen an Krankheiten wie chronischem Durchfall.

Weltweit leben nach Ermittlungen der UN etwa 800.000 Menschen - die Hälfte davon Kinder - unter Trinkwasserknappheit. Die Zahl der Menschen wächst global in rasantem Tempo. Bis zum Jahr 2050 gehen die UN von etwa 8,9 Milliarden Weltbürgern aus. Damit vergrößert sich auch die Konkurrenz um den Zugang zur lebenswichtigen Ressource Wasser.


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